Kein Ort gewählt
Keine AOK gewählt

Erster Zuckerreduktionsgipfel der AOK in Berlin: „süß war gestern“

Jeder Bundesbürger nimmt pro Tag durchschnittlich 90 Gramm Zucker zu sich. Das ist beinahe doppelt so viel wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt. Beim ersten Deutschen Zuckerreduktionsgipfel der AOK diskutieren Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Verbraucherschutz und Industrie über Möglichkeiten, den Zuckerverbrauch in Deutschland deutlich zu reduzieren.

Viele Lebensmittel mit verstecktem Zucker gelten als gesund

80 Prozent aller Lebensmittel in den Regalen der Supermärkte enthalten Zuckerzusätze. Zum Teil haben solche Produkte ein gesundes Image bei Verbrauchern, nicht zuletzt weil die Industrie sie entsprechend bewirbt. Beispiele sind die sogenannten Frühstückszerealien (Müsli und andere Getreideprodukte mit Zuckerzusatz), Fruchtriegel, Fruchtjoghurts oder Smoothies sowie Low-Fat-Produkte mit einem hohen Zuckeranteil.

Studie zeigt: Verbraucher unterschätzen Zuckergehalt

Viele Verbraucher unterschätzen den Zuckergehalt dieser Produkte. Das hat Folgen. So kommt eine aktuelle Untersuchung des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung in Zusammenarbeit mit der Universität Mannheim zu dem Ergebnis, dass der Body-Maß-Index von Kindern umso höher ist, je stärker die Eltern den Zuckergehalt eines handelsüblichen Joghurts unterschätzen.

Zu viel Zucker macht krank

Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt Erwachsenen höchstens 50 Gramm und Kindern maximal 25 Gramm Zucker pro Tag zu konsumieren. Mit steigender Zufuhr von Zucker und zuckerhaltigen Getränken und zu wenig Bewegung steigt das Risiko an Übergewicht, Diabetes und Karies zu erkranken. Die Kosten ernährungsbedingter Erkrankungen wie beispielsweise Diabetes oder Bluthochdruck werden auf jährlich 70 Milliarden Euro geschätzt.

AOK-Kampagne zur Zuckerreduktion

Um dem Zuckerkonsum gegenzusteuern, startet die AOK unter dem Motto „süß war gestern“ eine breite Kampagne zur Zuckerreduktion. „Es geht uns nicht um ein rigides Zuckerverbot, sondern um den maßvollen Umgang mit Zucker“, sagt Martin Litsch, Vorstandsvorsitzender des AOK-Bundesverbandes. „Zunächst brauchen wir einfach mehr Transparenz über versteckten Zucker. Um angemessene Ernährungsentscheidungen treffen zu können, müssen Eltern abschätzen können, wie viel Zucker in Essen und Getränken wirklich enthalten ist. Es kann nicht sein, dass sich die Lebensmittelindustrie weiter gegen eine laienverständliche Lebensmittelkennzeichnung sträubt und damit bei der Politik durchkommt.“

Das könnte Sie auch interessieren

Mit einem guten Frühstück gelingt Schulkindern der Start in den Tag.
Mehr erfahren
Die AOK-App „Fettfallenfinder“ zeigt Ihnen, wie viel Fett Sie essen und schlägt Alternativen vor.
Mehr erfahren
Vollmilch, Obst, Getreide, Fleisch – richtig zubereitet, schmeckt die Breimahlzeit Ihrem Baby.
Mehr erfahren
Kontakt zu meiner AOK NORDWEST
Meine AOK vor Ort

Persönlich und nah mit unseren Geschäftsstellen

Meinen Ansprechpartner finden

24 Stunden täglich und kostenfrei

Weitere Kontaktangebote
Medizinische Informationen am Telefon: Clarimedis
Beschwerde-Hotline